Leading und Lagging Indicators
Leading Indicators zeigen, ob geplante Präventions- und Steuerungsaktivitäten stattfinden und wirksam umgesetzt werden. Dazu können Management Walks, fristgerechte Maßnahmen, Unterweisungsstatus, PTW-Prüfungen oder Bearbeitungszeiten für Meldungen gehören. Lagging Indicators beschreiben bereits eingetretene Ereignisse, etwa Verletzungen, Ausfalltage oder Umweltereignisse.
Kennzahlen dokumentieren
Kennzahlen werden mit Definition, Berechnungslogik, Datenquelle, Eigentümer, Aktualisierungsrhythmus und Grenzen dokumentiert. Quoten ohne verlässliche Bezugsgröße werden vermieden. Manpower- oder Anwesenheitsdaten können als Bezugsgrößen dienen, sofern Erhebung und Nutzung zulässig und fachlich geeignet sind.
Managementbericht
Ein Managementbericht hebt Abweichungen, Trends, überfällige Maßnahmen und erforderliche Entscheidungen hervor. Er ersetzt weder die fachliche Bewertung noch die Diskussion im Management Review.
HSEE-Berichte als Entscheidungsgrundlage
Ein guter HSEE-Bericht zeigt nicht nur, was passiert ist. Er macht sichtbar, ob Präventionsprozesse funktionieren, wo Maßnahmen stocken und welche Entscheidung das Management treffen muss.
ADLER entwickelt dafür Definitionen, Datenwege, Dashboards und Berichtsformate. Leading und Lagging Indicators werden klar getrennt und gemeinsam bewertet.
Mögliche Berichtsinhalte
- Projekt- und Belegschaftsentwicklung
- Management Walks, Begehungen und Audits
- Onboarding-, Unterweisungs- und Qualifikationsstatus
- RAMS- und PTW-Status
- Beobachtungen, Beinaheereignisse und Bearbeitungszeiten
- offene, überfällige und geschlossene Maßnahmen
- Ereignis- und Unfallkennzahlen mit geeigneten Bezugsgrößen
- Trends, Schwerpunkte, Lessons Learned und Entscheidungsbedarf
Häufige Fragen
Was sind Leading Indicators?
Leading Indicators betrachten vorausschauende Aktivitäten und Bedingungen, beispielsweise fristgerechte Maßnahmen, Beteiligung, Trainingsstatus oder Managementbegehungen.
Was sind Lagging Indicators?
Lagging Indicators erfassen bereits eingetretene Ergebnisse und Ereignisse, etwa Verletzungen, Ausfalltage oder Umweltereignisse.
Ist eine hohe Zahl gemeldeter Beobachtungen schlecht?
Nicht automatisch. Sie kann auf Risiken hinweisen, aber auch auf eine aktive Meldekultur. Aussagekräftig wird die Kennzahl erst zusammen mit Qualität, Bearbeitungszeit, Themen und Abschluss der Maßnahmen.